1060 Wien, Stumpergasse 45/III/I

Info Hofburg #1

Baugeschichte
Übersichtsplan der Hofburg
1 – Schweizertrakt
2a – Augustinerkirche
2b – Augustinerkloster
3 – Stallburg
4 – Amalienburg
5 – Leopoldinischer Trakt
6 – Redoutensaaltrakt
7 – Winterreitschule
8 – Hofbibliothek
9 – Augustinertrakt
10 – Palais Erzherzog Albrecht (ehem. Palais Silva-Tarouca)
11 – Reichskanzleitrakt
12 – Festsaaltrakt
13 – Michaelertrakt
14 – Neue Burg
15 – Corps de Logis
16 – Palmenhaus
A – In der Burg (ehem. Franzensplatz oder Innerer Burgplatz)
B – Ballhausplatz
C – Michaelerplatz
D – Schweizerhof
E – Josefsplatz
F – Albertinaplatz
G – Burggarten
H – Heldenplatz (ehem. Äußerer Burgplatz)
Historische Bauphasen:
13.–17. Jh. (Mittelalter bis Hochbarock)
18. Jh. (Spätbarocker Hauptausbau)
19.–20. Jh. (insb. Ringstraßenzeit)

Unter dem Habsburger König Rudolf I. 1279 erstmals urkundlich erwähnt, ist der Baubeginn bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts unter den Babenbergern anzusetzen.[4] Den Grundstein soll Herzog Leopold VI. († 1230) gelegt haben.[5] Bis zur Fertigstellung der Neuen Burg um 1275 blieb jedoch die „Babenberger Pfalz“ (Am Hof) die Residenz der österreichischen Herzöge. Diese war von Heinrich Jasomirgott 1155/56 erbaut worden. Die Vollendung der Neuen Burg erfolgte unter dem böhmischen König Ottokar II. Přemysl (ab 1251 auch Herzog von Österreich, † 1278). Die Anlage – damals alles andere als eine repräsentative Residenz – war mit Wehrtürmen und Graben Teil der Wiener Stadtbefestigung. In der Folge wurde sie eine unter mehreren, aber die wichtigste der Burgen der Landesfürsten im Herzogtum Österreich unter der Enns, neben etwa der Burg am Leopoldsberg, der Burg Mödling oder der häufig genutzten Burg in Wiener Neustadt.